271545990_61e7e844c1_o.jpg Das Event-Thema für diesen Monat ist “Kastanien”.

Es gibt zwei bestimmte Süssigkeiten in der Türkei, die quasi einen Kultstatus erreicht haben. Pişmaniye (eine Art Zuckerhalva, ähnlich wie konzentrierte Zuckerwatte) aus Izmit und Kestane Sekeri (kandierte Maronen) aus Bursa. Beide werden selten ausserhalb produziert bzw. verkauft. Man kann sie zwar auch woanders in der Türkei und im Ausland finden, aber die Qualität lässt wirklich zu wünschen übrig. Pişmaniye kann man leider nicht nachmachen aber für Kestane Sekeri gibt es eine Lösung:

kandierte Maronen

m2.jpgKandierte Maronen sind in der Türkei eine hoch geschätzte Delikatesse. Die Kastanienzeit ist kurz und die Machart bzw. die Produktion ist extrem mühselig. Sie werden überwiegend von einer bestimmten Firma hergestellt, die mit diesen Maronen einen Namen gemacht und lange Zeit ihre Monopolstellung auf dem Markt gewahrt hatte. Daher sind die Maronen auch ein wenig teuer und nicht überall und zu jeder Zeit zu finden. Man kann sie pur, wie auf dem Bild, mit Bitterschokolade überzogen oder mit Rumaroma kaufen. Ich bin sehr unschlüssig, ob diese Quasi-Kult-Süssigkeit dem europäischen Geschmack zusagt, aber vielleicht mag der eine oder andere es einmal probieren. Sie sind natürlich sehr süß, weil sie in Sirup eingekocht werden und auch etwas klebrig. Dennoch schmecken sie mir so gut, dass ich versuche sie jedes Jahr zumindest einmal zu kochen.
Zu Hause machen wir ebenfalls kandierte Maronen, allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. Erstens: Es stehen sehr frische und große Maronen zur Verfügung (noch besser ist es, wenn man sie morgens früh sammelt und am gleichen Tag einkocht). Zweitens: Man hat genug Geduld, um alle Maronen einzeln zu schälen.

  • 1 kg. Maronen
  • 1,5 kg. Zucker
  • etwa 850 ml. Wasser
  • einen sehr dünnen Stoff und Fadenmv.jpg
  1. Die Maronen ca. 15 min. im lauwarmen Wasser einweichen lassen. Den Topf auf das Feuer setzen und aufkochen. Nach etwa 3 min. ein Marone herausnehmen und kontrollieren ob sich die innere Haut leicht lösen lässt. Die Maronen höchstens 5 min. aufkochen lassen. Das heisse Wasser abgießen. Alle Maronen vorsichtig von den Außen- und Innenschalen befreien. Dabei immer aufpassen, die Maronen nicht zu zerbröseln. Sie sollen möglichst als Ganze bleiben.
  2. Den Stoff in kleine Quadrate schneiden. In jedem Quadrat drei Maronen platzieren und das Päckchen zubinden. So zerbröseln die Maronen beim Kochen nicht.
  3. Zucker und Wasser in einen breiten Topf geben und erhitzen. Kurz vor dem Aufkochen die Säckchen in den Topf geben, aufkochen lassen und die Hitze auf ein Minimum reduzieren. Das Ganze 2 Stunden köcheln lassen.
  4. Den Topf mit dem Inhalt vollständig abkühlen lassen (am besten über Nacht).
    Die Säckchen aufschneiden. Die Maronen auf ein Blech legen und mit etwas Sirup begießen.

Guten Appetit…

9 Responses to “kandierte Maronen”

Mhmm, sieht das LECKER aus!

Alle paar Monate mal kann auch ich so klebrig-süße sirupgetränkte Süßigkeiten essen. Die hier klingen phantastisch, ich liebe ja Maronen!

Ich liebe kandierte Maronen. Es ist auch eine Spezialität in mehrere Regionen in Südfrankreich. Wenn ich sie selber mache, was selten vorkommt, weil sie vom Konditor oder in meiner Familie vorort immer besser schmecken, lasse ich sie 10 Tage hintereinander eine Minute lang im Sirup kochen. Und Vanille gibt es auch im Sirup. Der Trick mit dem Stoff ist sehr gut, und den kannte ich nicht. Deine Maronen sehen wirklich sehr gut aus, und ich weiss, wovon ich rede!

Véronique, jaaa das stimmt, ich hatte sogar eingekochte Maronen aus Frankreich gekauft gehabt. Die 10Tage Methode ist sehr interessant. Ich nehme an, die Maronen werden immer im gleichen Sirup gekocht, oder?

Rosa, ja genau, alle paar Monate :)

Vielen Dank für deinen Beitrag, das hört sich ja total lecker, allerdings auch hüftlastig an.

Ich scheitere schon daran die Marronis schön zu schälen. ;-) Sieht sehr lecker aus.

I don’ t understand even a word of it, but I know the taste of this jewel like sweet. Well done Mine, you did it in a proper way, they look sumptuous..

(Wochen später… ups!) Ja, Mine, der Sirup wird am ersten Tag gemacht und immer wieder benutzt. Es ist also gar nicht so kompliziert, wie man denken könnte. Mit der Zeit wird der Sirup dickflüssiger, und ist am Ende sehr lecker…

So für eine Überraschung! ich wusste es nicht, “marrons glacés” als Spezialität in Turkei? Ich muss sie unbedingt schmecken! (Hoffe es gibt nicht zu viele Orthographiefehler… )

tankyou harika paylasim icin

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