Ich wünsche allen ein frohes neues Jahr.

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Am ersten Tag des Jahres wusste ich nicht, wie ich mich beschäftigen soll. Ich wollte backen, ins Kino gehen, ignorierte Kleinkram bewältigen, ins Fitnessstudio gehen, die Küche aufräumen, usw. Ich war einfach zu panisch, um die freie Zeit bestmöglich zu nutzen. Da ich leider die meiste Energie schon beim Überlegen verschwendet habe, konnte ich zum Schluss nur noch backen und ins Kino gehen.

Die Dattelrolle hatte ich vor langer Zeit in Taste entdeckt. Mit ein paar winzigen Änderungen hat die Rolle einen heimischen und vertrauten Geschmack bekommen, der mich gestern irgendwie etwas nostalgisch gestimmt hat. Es ist eine bescheidene Rolle, die trotz ihrer Einfachheit sehr gut schmeckt. Das Originalrezept ist hier zu finden.

  • 320 gr. Mehl
  • 60 gr. Butter
  • 1,5 TL Backpulver
  • 180 ml. Milch
  • 4 EL brauner Zucker
  • 200 gr. entkernte Datteln
  • 200 ml. Orangensaft
  • 1 EL Haselnussfilets
  • 1 EL Mandelfilets
  • je ein Messerspitz Zimt, Nelkenpulver und Kardamom
  1. Datteln kleinschneiden und in Orangesaft ca. 10 min. weichkochen. Mit 2 EL Zucker, Gewürzen, Haselnuss- und Mandelfilets mischen und abkühlen lassen.
  2. Mehl, 2 EL Zucker und Butter zu einem Krümelteig verarbeiten. Rasch mit der Milch zu einem weichen Teig kneten.
  3. Den Teig zu einer ca. 25 cm X 35 cm großen Platte ausrollen. Mit dem Dattelmus bestreichen und aufrollen.
  4. Auf der Rolle ca. 1 cm breite und 1 cm tiefe Einkerbungen machen. Mit 2 EL Milch bestreichen und mit braunem Zucker bestreuen.
  5. Im vorgeheizten Ofen bei 200 °C ca. 20-25 min. backen.

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Betül’s Tee

09.12.2007

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Betül von Rusticfoods (in englisch) hatte neulich von ihrer Teemischung berichtet, die aus Hibiscus und Lindenblüten besteht. Als Lindenblütenteefan musste ich die Mischung auch probieren und fand sie recht lecker. Beim zweiten Mal kamen ein paar getrocknete Hagebutten und eine Zimtstange dazu.

Für ein Glas Tee habe ich ca. 1 TL Hibiscusblüten, 4-5 Zweigchen Lindenblüten und ein paar Hagebutten mit heissem Wasser aufgebrüht, zugedeckt und ca. 10 Min. ziehen lassen.

Später habe ich mich an Özgüls Hinweis erinnert: Sie aromatisiert den Tee mit Zitronengras. Ich denke Lindenblüten und Zitronengras würden wunderbar miteinander harmonieren.

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Anfang Oktober habe ich in der Frankfurter Rundschau einen Artikel über getrocknete Apfelringe gelesen und wurde neugierig ob es wirklich zu Hause klappen könnte. Da ich trockene Früchte sehr gerne esse, insbesondere Äpfel und Bananen, habe ich zunächst nur ein paar Äpfel getrocknet. Weil es bei dem ersten Versuch wunderbar geklappt hatte, hatte ich mich an jenem Wochenende sofort an mehr Äpfel, Bananen und Nektarinen heran gewagt.

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Zum Schluss erhielt ich hervorragend getrocknete Äpfel und Bananen. Die Äpfel waren einfach makellos, vom Geschmack bis zur Farbe hin. Die Bananen wurden aussen trocken, blieben jedoch innen leicht feucht. Daher bin ich mir nicht sicher wie lange sie in diesem Zustand halten können, bevor sie gammeln. Geschmacklich waren sie auf keinen Fall zu bemängeln.
nektarin1.jpg Die Nektarinen jedoch haben sich als eine große Enttäuschung erwiesen. Offenbar bin ich mit dem Zitronensaft zu großzügig umgegangen und konnte die Hitze für die Nektarinen nicht richtig regulieren. Sie wurden sauer und trocken wie sonstwas.

Hierbei geht es darum, dass den Früchten die Feuchtigkeit entzogen wird, um sie haltbarer zu machen. Dazu werden die Obststücke im Ofen bei kleiner Hitze und für lange Zeit gebacken. Da diese Technik (im häuslichen Backofen) nicht unbedingt umweltfreundlich ist und viel Energie schluckt, schlage ich vor, dass der Ofen optimal gefüllt wird. Es ist gut, wenn man möglichst viele Früchte verwendet, doch dann muss man auch berücksichtigen, dass die Feuchtigkeitsmenge, die entweichen soll, sich parallel zu der Obstmenge erhöht. Das bedeutet, je mehr Obst, desto mehr Feuchtigkeit bzw. desto längere Backzeiten.

Leider konnte ich den Originalartikel in der Frankfurter Rundschau (6. Oktober) nicht mehr finden. Daher steht unten meine Version von getrockneten Apfelringen bzw. Bananen.

  • 15 Äpfel
  • 4 Bananen
  • 2 Nektarinen
  • Holzstäbchen aus dem Baumarkt, die ich zurecht gesägt habe.
  • eine Zitrone
  1. Die Zitrone halbieren.
  2. Äpfeln schälen, entkernen und in 1 cm dicke Ringen schneiden. Um die helle Farbe der Apfelringe zu behalten, mit den Zitronenhälften einreiben (Wie schon erwähnt, habe ich mit dem Zitronensaft etwas übertrieben. Man kann den Zitronensaft 1:1 mit Wasser mischen oder ganz weglassen.)
  3. Die Ringe auf die Holzstäbchen hängen und dabei aufpassen, dass sie miteinander kein Kontakt haben. Die Stäbchen in die Ofenwände hängen. Ganz unten im Backofen ein mit Backpapier belegtes Blech stellen, sonst gibt’s eine große Sauerei.
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  4. Bei 50° C ca. 12-15 Std. backen. Dabei die Backofentür mit einem Holzlöffel einklemmen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Die Backzeit kann von Obst zu Obst oder Sorte zu Sorte variieren. Die Früchte sind fertig, wenn sie sich nicht mehr feucht anfühlen und sich leicht biegen lassen.

Ich kann mich noch daran erinnern gelesen zu haben, dass sich die Richttemperatur für die Trocknung zwischen 30°-70° C bewege und das ganze etwa 10-15 Std. dauere.
Später hat mich eine Leserin darauf aufmerksam gemacht, dass es für dieses Zweck sogennante “Dörrautomaten” gäbe. Leider habe ich drüber keine weitere Informationen und kenne auch niemanden, der so etwas besitzt. Wenn ein Dörrautomat energiefreundlicher ist und einen großen Inhaltsvermögen hat, warum nicht?

Übrigens, Fethiye von Yogurt Land hatte letztes Jahr Tomaten und Auberginen getrocknet.