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Anfang Oktober habe ich in der Frankfurter Rundschau einen Artikel über getrocknete Apfelringe gelesen und wurde neugierig ob es wirklich zu Hause klappen könnte. Da ich trockene Früchte sehr gerne esse, insbesondere Äpfel und Bananen, habe ich zunächst nur ein paar Äpfel getrocknet. Weil es bei dem ersten Versuch wunderbar geklappt hatte, hatte ich mich an jenem Wochenende sofort an mehr Äpfel, Bananen und Nektarinen heran gewagt.

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Zum Schluss erhielt ich hervorragend getrocknete Äpfel und Bananen. Die Äpfel waren einfach makellos, vom Geschmack bis zur Farbe hin. Die Bananen wurden aussen trocken, blieben jedoch innen leicht feucht. Daher bin ich mir nicht sicher wie lange sie in diesem Zustand halten können, bevor sie gammeln. Geschmacklich waren sie auf keinen Fall zu bemängeln.
nektarin1.jpg Die Nektarinen jedoch haben sich als eine große Enttäuschung erwiesen. Offenbar bin ich mit dem Zitronensaft zu großzügig umgegangen und konnte die Hitze für die Nektarinen nicht richtig regulieren. Sie wurden sauer und trocken wie sonstwas.

Hierbei geht es darum, dass den Früchten die Feuchtigkeit entzogen wird, um sie haltbarer zu machen. Dazu werden die Obststücke im Ofen bei kleiner Hitze und für lange Zeit gebacken. Da diese Technik (im häuslichen Backofen) nicht unbedingt umweltfreundlich ist und viel Energie schluckt, schlage ich vor, dass der Ofen optimal gefüllt wird. Es ist gut, wenn man möglichst viele Früchte verwendet, doch dann muss man auch berücksichtigen, dass die Feuchtigkeitsmenge, die entweichen soll, sich parallel zu der Obstmenge erhöht. Das bedeutet, je mehr Obst, desto mehr Feuchtigkeit bzw. desto längere Backzeiten.

Leider konnte ich den Originalartikel in der Frankfurter Rundschau (6. Oktober) nicht mehr finden. Daher steht unten meine Version von getrockneten Apfelringen bzw. Bananen.

  • 15 Äpfel
  • 4 Bananen
  • 2 Nektarinen
  • Holzstäbchen aus dem Baumarkt, die ich zurecht gesägt habe.
  • eine Zitrone
  1. Die Zitrone halbieren.
  2. Äpfeln schälen, entkernen und in 1 cm dicke Ringen schneiden. Um die helle Farbe der Apfelringe zu behalten, mit den Zitronenhälften einreiben (Wie schon erwähnt, habe ich mit dem Zitronensaft etwas übertrieben. Man kann den Zitronensaft 1:1 mit Wasser mischen oder ganz weglassen.)
  3. Die Ringe auf die Holzstäbchen hängen und dabei aufpassen, dass sie miteinander kein Kontakt haben. Die Stäbchen in die Ofenwände hängen. Ganz unten im Backofen ein mit Backpapier belegtes Blech stellen, sonst gibt’s eine große Sauerei.
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  4. Bei 50° C ca. 12-15 Std. backen. Dabei die Backofentür mit einem Holzlöffel einklemmen, damit die Feuchtigkeit entweichen kann. Die Backzeit kann von Obst zu Obst oder Sorte zu Sorte variieren. Die Früchte sind fertig, wenn sie sich nicht mehr feucht anfühlen und sich leicht biegen lassen.

Ich kann mich noch daran erinnern gelesen zu haben, dass sich die Richttemperatur für die Trocknung zwischen 30°-70° C bewege und das ganze etwa 10-15 Std. dauere.
Später hat mich eine Leserin darauf aufmerksam gemacht, dass es für dieses Zweck sogennante “Dörrautomaten” gäbe. Leider habe ich drüber keine weitere Informationen und kenne auch niemanden, der so etwas besitzt. Wenn ein Dörrautomat energiefreundlicher ist und einen großen Inhaltsvermögen hat, warum nicht?

Übrigens, Fethiye von Yogurt Land hatte letztes Jahr Tomaten und Auberginen getrocknet.

Orangenstäbchen

19.11.2007

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Wenn man einen Blick auf die aktuellen Ausgabe der gängigen Zeitschriften wirft, wird man schnell feststellen, dass die Plätzchenzeit offiziell eröffnet wurde. Mein diesjähriger Favorit wäre fast wieder die Beilage von Brigitte, aber der Sieger war Essen&Trinken (11/07). In den letzten zwei Wochen habe ich einige Rezepte aus unterschiedlichen Quellen ausprobiert und war von allen begeistert :) Meine absoluten Favoriten waren dabei die Orangenstäbchen von Essen&Trinken (11/07) und die Walnusstaler vom ARD Buffet (11/07).

  • 150 gr. Butter oder Margarine
  • 1 Eigelb
  • 70 gr. Zucker
  • eine Prise Salz
  • Fein abgeriebene Schale einer mittelgroßen Orangen
  • 1 Päckchen Bourbonvanille (flüssig)
  • 200 gr. Mehl
  • 50 gr. Speisestärke
  • 50 gr. gemahlene Mandel
  1. Butter, Eigelb, Zucker und Salz cremig schlagen. Die Orangenschale und die Vanille darin unterrühren.
  2. Mehl, Speisestärke und die Mandeln darauf sieben und alles zu einem Teig verkneten.
  3. Den Teig zwischen zwei Schichten Backpapier ca. 0,5 cm dick ausrollen.
  4. 1 Std. kühlstellen (ich habe ihn über Nacht im Kühlschrank ausruhen lassen)
  5. Die Teigplatte in 1 cm dicken und 7 cm langen Stäbchen schneiden.
  6. Die Stäbchen vorsichtig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und nochmals 30 Min. kühlstellen.
  7. Den Ofen auf 180° C vorheizen und die Stäbchen ca. 10 Min. backen.

Optional: 2 EL Puderzucker und 1 Päckchen Vanillezucker mischen. Die noch warme Plätzchen sehr vorsichtig damit ausreiben oder einfach mit Puderzucker bestäuben.

Magarina Bulli

18.11.2007

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Nun eine Spezialität aus Nordzypern: Magarina Bulli bzw. Nudeln mit Hähnchen. Ein ganz einfaches aber sehr leckeres Nudelrezept mit gekochtem Hähnchenfleisch und Halloumi.

  • 250 gr. Hähnchenbrust
  • 1 Bund Suppengrün (oder ein kleines Stück Sellerie, eine Zwiebel, eine Karotte, 2-3 Zweige Petersilie, Lorbeerblätter, Pfefferkörner, usw.)
  • 250 gr.Schmetterlingsnudeln
  • 125 gr. Halloumi
  • 1 TL getrocknete Minze
  1. Halloumi raspeln und mit Minze mischen.
  2. Hänchenbrust und Suppengrün in ausreichend Wasser kochen, bis das Fleisch gar ist. Das Fleisch und das Gemüse aus dem Topf entfernen, das Wasser nochmals zum Kochen bringen und darin die Nudeln bissfest kochen. Die Nudeln mit einer Schöpfkelle herausnehmen und in einer Tiefenschüssel mit dem Halloumi mischen.
  3. Das Fleisch klein zupfen und den Teller damit belegen. Die Nudeln darauf geben. Sofort servieren.

şekerpare

17.11.2007

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Şekerpare (schekerpare) ist eine meiner Lieblingssüßigkeiten aus der heimischen Küche. Es muss allerdings gekonnt sein, sonst riecht es extrem nach Eier, ist matschig oder triffsüß. So hatte meine Mutter dieses Mal eine Sekerpare gemacht, die genau nach meinem Geschmack war. Bei traditionellen türkischen Rezepten ist die Mengenangabe immer ein bisschen problematisch, da wir meistens ganz andere Messmitteln benutzen als Standartmessbecher oder eine Waage. Genauso ist es bei diesem Rezept auch. Ich habe zwar versucht genauere metrische Maße anzugeben – leider musste ich manchmal gewagt abschätzen. Die Sirupangaben jedoch sind korrekt gemessen.

  • ca. 750 gr. Mehl ( Erst mal mit 450 gr. anfangen, nach und nach den Rest in den Teig geben)
  • 250 gr. kalte Butter oder Margarine
  • 3 Eier (ein Eigelb trennen)
  • 2 handvoll feinen Griess
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 2 Päckchen Vanillenzucker
  • 2 EL Stärke

Sirup: 1 Lt. Wasser, 1 kg. Zucker und Saft einer halben Zitrone.

  1. Zucker und Wasser auf mittlerer Hitze aufkochen. Nach dem Blubbern bis 300 zählen und den Zitronensaft in den Topf geben, sofort vom Feuer nehmen. Gut abkühlen lassen.
  2. Butter, Eier, Griess, Stärke und Mehl zusammenbringen und zu einem weichen jedoch nicht mehr klebrigen Teig verarbeiten. Am besten fangt ihr erst mal mit 450 gr. Mehl an und fügt immer mehr Mehl hinzu bis der Teig nicht mehr an den Händen klebt und sich leicht formen lässt.
  3. Walnussgroße Bällchen formen, leicht andrücken und mit Eigelb bepinseln. Jedes Bällchen bekommt dann eine ganze Haselnuss daraufgesetzt. Im vorgeheitzen Backofen bei 180° C goldbraun backen.
  4. Wenn die Kekse aus der Ofen kommen, gleich den Sirup darauf geben, dass es zischelt. Das ist ein wichtiger Punkt, also der Sirup muss kalt sein, die Kekse ofenheiss.
  5. Nach 5 Min. kann man die Kekse von unten mit einem Zahnstochern 3-4 mal anpicksen, damit sie den Sirup besser aufsaugen.