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Rein aus Neugier habe ich gestern dieses Rezept aus Schrot & Korn (November 2009) ausprobiert, weil ich bis jetzt noch nicht mit Polenta gebacken habe und mir die Konsistenz der Kekse nicht vorstellen konnte. Leute, ich war so positiv überrascht, dass ich am gleichen Tag die Kekse nochmal in zweifacher Menge gebacken habe. Also, sie sind sehr kernig und knusprig, riechen nach Orangen und schmecken leicht nach Mandeln.

  • 75 gr. Polenta
  • 25 gr. Reismehl
  • 25 gr. gemahlene Mandeln
  • 1/2 TL Backpulver
  • 75 gr. Puderzucker
  • 50 gr. Butter
  • 1 Eigelb
  • 1 TL geriebene Orangenschale
  • 2 EL gehobelte Mandeln zum Bestreuen

Anmerkung vorweg: Der Teig  bei mir war zu matschig. So brauchte ich etwa 100 gr. Polenta und 40 gr. Reismehl. Für meinen eigenen Geschmack habe ich die Zuckermenge auf 50 gr. reduziert.

  1. Alle Zutaten außer den gehobelten Mandeln zu einem festen Teig verkneten. In Folie wickeln und mind. 30 min. kaltstellen.
  2. Den Ofen auf 180° C vorheizen. Teig auf einer mit Reismehl bestäubten Arbeitfläche dünn ausrollen. Kekse ausstechen und mit etwas Abstand auf das Blech setzen. Mit den gehobelten Mandeln bestreuen. 8 min. backen.
  3. Auf einem Gitter vollständig auskühlen lassen.

ponçik

15.11.2008

Soweit ich feststellen konnte, haben alle Foodblogs, die ich verfolge, sei es deutsche, englische oder türkische eine niedliche Gemeinsamkeit: Die Autoren vermissen öfters die Geschmäcker aus der Kindheit und schätzen daher die Omarezepte besonders hoch. Man sucht immer wieder den nostalgischen Geschmack und freut sich riesig, wenn man sich dem nähert. Bei mir ist es auch nicht anders. Mir fiel z. B. neulich wieder Ponçik (Pontschik) ein, was ich als Kind sehr mochte. Zufällig habe ich Ponçiks sogar im September in einer alten Bäckerei in Istanbul gesehen und war verblüfft, dass sie noch, wenn auch nur sehr selten, verkauft werden.

Ponçik kann man etwa mit Berliner vergleichen, sie werden bloss nicht fritiert sondern im Ofen gebacken. Drin steckt eine marmeladenähnliche Füllung und die fertiggebackene Ponçiks sind mit Puderzucker bestreut.

(Das Rezept stammt von Banu Atabay, wobei das Video auf türkisch ist).

Teig

  • 100 ml Öl
  • 500 gr. Mehl
  • 1 Ei
  • 1 Päckchen Trockenbackhefe
  • 200 ml lauwarmes Wasser
  • 30 gr. Puderzucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • eine Prise Salz

Füllung: Pflaumenmus o. ä. Ich habe etwa 250 gr. Softaprikosen mit 200 ml Wasser weichgekocht, püriert und mit Zimt und Vanilla abgeschmeckt. (Beim ersten Mal habe ich Himbeermarmelade genommen. Leider sind sie im Ofen ausgelaufen. Daher keine Marmelade mehr, sondern Pflaumenmus oder selbstgekochte Früchte).

  1. Alles zu einem weichen Teig verkneten und an einem warmen Ort gehen lassen.
  2. Die Füllung: Pflaumenmus würde wunderbar passen.
  3. Den Teig vierteln und jedes Stück kreisförmig ausrollen (20 cm Durchmesser). Die ausgerollte Teigplatte in 8 Stücke schneiden, wie Tortenstücke. Am breiteren Ende 1 oder 2 TL Füllung geben und die Seiten einschlagen, damit die Füllung im Ofen nicht ausläuft. Zur Spitze hin aufrollen.
  4. Beim 175° C im vorgeheitzten Ofen backen.
  5. Kaltstellen und mit Puderzucker bestreuen.

Letztes mal reichte meine Füllung nicht aus und mit dem restlichen Teig habe ich versucht Kanelbullar zu machen wie in diesem Video.

(Ich habe nur den Teig dünn ausgerollt, mit geschmolzenem Butter bepinselt und mit Zimt und Zucker bestreut).

digestive biscuits

26.04.2008

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Meine Schwester und ich haben lange Zeit nach einem Rezept gesucht, das ungefähr wie das hier schmecken sollte. Ich probierte hier und da einige Rezepte aus, aber sie hatten nicht das Ergebnis gebracht was ich wollte und ich dachte es würde in den Rezepten irgendetwas fehlen. Anscheinend hatte damals gar nichts gefehlt, ganz im Gegenteil, ich hatte einfach zu viele Zutaten verwendet, die überflüssig waren. Vor etwa ein paar Monaten habe ich im Fernsehen Gary Rhodes geguckt und das Rezept von “digestive biscuits” notiert. Mit kleinen Änderungen wurde es genau das, wonach ich lange Zeit gesucht hatte. Für mein Empfinden waren sie sogar viel besser als die besagten Kekse.

  • 100 gr. Vollkornmehl
  • 50 gr. grob gemahlene kernige Multikornflocken
  • 50 gr. Haferkleie
  • 25 gr. Rohrzucker
  • 1 TL Backpulver
  • 100 gr. Butter
  • 1-2 EL Milch
  • ca. 100 gr. Vollmilchschokolade
  1. Vollkornmehl, gemahlene Flocken, Kleie und Zucker mischen. Mehl und Butter mit den Fingern krümelig verreiben. Die Milch dazugeben und rasch zu einem Teig verkneten.
  2. Den Teig zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie 0,5 cm dick aufrollen. Mit einem runden Keksausstecher Scheiben ausstechen und im vorgeheizten Backofen bei 200° C ca. 15. min. backen.
  3. Mit geschmolzener Schokolade bestreichen.

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Im Kühlschrank in einem luftdichten Behälter aufbewahrt, schmecken die Kekse übrigens wesentlich besser. Mittlerweile sind sie unsere absolute Favoriten geworden und werden bei vielen Gelegenheiten gebacken.

Orangenstäbchen

19.11.2007

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Wenn man einen Blick auf die aktuellen Ausgabe der gängigen Zeitschriften wirft, wird man schnell feststellen, dass die Plätzchenzeit offiziell eröffnet wurde. Mein diesjähriger Favorit wäre fast wieder die Beilage von Brigitte, aber der Sieger war Essen&Trinken (11/07). In den letzten zwei Wochen habe ich einige Rezepte aus unterschiedlichen Quellen ausprobiert und war von allen begeistert :) Meine absoluten Favoriten waren dabei die Orangenstäbchen von Essen&Trinken (11/07) und die Walnusstaler vom ARD Buffet (11/07).

  • 150 gr. Butter oder Margarine
  • 1 Eigelb
  • 70 gr. Zucker
  • eine Prise Salz
  • Fein abgeriebene Schale einer mittelgroßen Orangen
  • 1 Päckchen Bourbonvanille (flüssig)
  • 200 gr. Mehl
  • 50 gr. Speisestärke
  • 50 gr. gemahlene Mandel
  1. Butter, Eigelb, Zucker und Salz cremig schlagen. Die Orangenschale und die Vanille darin unterrühren.
  2. Mehl, Speisestärke und die Mandeln darauf sieben und alles zu einem Teig verkneten.
  3. Den Teig zwischen zwei Schichten Backpapier ca. 0,5 cm dick ausrollen.
  4. 1 Std. kühlstellen (ich habe ihn über Nacht im Kühlschrank ausruhen lassen)
  5. Die Teigplatte in 1 cm dicken und 7 cm langen Stäbchen schneiden.
  6. Die Stäbchen vorsichtig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech legen und nochmals 30 Min. kühlstellen.
  7. Den Ofen auf 180° C vorheizen und die Stäbchen ca. 10 Min. backen.

Optional: 2 EL Puderzucker und 1 Päckchen Vanillezucker mischen. Die noch warme Plätzchen sehr vorsichtig damit ausreiben oder einfach mit Puderzucker bestäuben.

Thumbprint Cookies

10.10.2007

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Ich probier öfter irgendwelche thumbprint cookies aus unterschiedlichen Quellen und dieses Mal meine ich endlich “mein Rezept” bei GoodFood gefunden zu haben. Ich habe den Vorgang ein bisschen geändert, indem ich den Teig in zwei geteilt und die eine Hälfte mit 1 TL Kakao weiter geknetet habe. Außerdem habe ich die Rollen für eine Stunde in den Kühlschrank gestellt, bevor ich sie auf dem Blech arrangiert habe.

  • 100 gr. Butter
  • 50 gr. Zucker
  • 1 Päckchen Vanillezucker
  • 200 gr. Mehl + 1 TL Backpulver
  • 1 leicht geschlagenes Ei
  • 2 TL Kakao und
  • 2 EL Konfitüre
  1. Butter, Zucker und Mehl zu einem krümeligen Teig verarbeiten. Ei hinzugeben und kneten.
  2. Den Teig in zwei teilen. Die eine Hälfte mit dem Kakao mischen.
  3. Die Teige in 2 Rollen (3 cm) formen und in die Frischhaltefolie packen. Für 1 Std. in den Kühlschrank geben.
  4. Den Ofen auf 190° C vorheizen.
  5. Die Rollen in 2 cm dicke Scheiben schneiden, zu kleinen Bällchen rollen, auf das Blech legen und die Mitte eindrücken, so dass es eine tiefe Einbuchtung ergibt.
  6. Die Konfitüre erhitzen und in die Einbuchtung verteilen.
  7. 15 min. backen.