karottenkonfekt

01.11.2009

karottenbonbon3

  • 300 gr. Karotten, fein geraspelt
  • 150 ml. Wasser
  • 60-100 gr. Zucker (je nach Geschmack)
  • Etwa 18-20 Vollkornkekse
  • 1 Vanilin
  • 1 TL Orangenschalen
  • Zimt
  • 3-4 EL Kokosraspeln
  1. Karotten mit Zucker und Wasser vermischen und in einem Topf kochen, bis das Wasser vollständig aufgesogen ist und die Karotten weich sind.
  2. Die Vollkornkekse und den Vanilinzucker fein mahlen.
  3. Karottenmasse, Kekse, Zimt und Orangenschale gut durchkneten. Aus der Masse nussgroße Bällchen formen und im Kokosraspel wälzen.
  4. Über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen (man kann sie auch gleich essen, aber sie schmecken besser, wenn sie etwas fester werden).

Den Rest im Kühlschrank aufbewahren. Luftdicht verpackt halten sie mindestens eine Woche.

şekerpare

17.11.2007

sekerpare

Şekerpare (schekerpare) ist eine meiner Lieblingssüßigkeiten aus der heimischen Küche. Es muss allerdings gekonnt sein, sonst riecht es extrem nach Eier, ist matschig oder triffsüß. So hatte meine Mutter dieses Mal eine Sekerpare gemacht, die genau nach meinem Geschmack war. Bei traditionellen türkischen Rezepten ist die Mengenangabe immer ein bisschen problematisch, da wir meistens ganz andere Messmitteln benutzen als Standartmessbecher oder eine Waage. Genauso ist es bei diesem Rezept auch. Ich habe zwar versucht genauere metrische Maße anzugeben – leider musste ich manchmal gewagt abschätzen. Die Sirupangaben jedoch sind korrekt gemessen.

  • ca. 750 gr. Mehl ( Erst mal mit 450 gr. anfangen, nach und nach den Rest in den Teig geben)
  • 250 gr. kalte Butter oder Margarine
  • 3 Eier (ein Eigelb trennen)
  • 2 handvoll feinen Griess
  • 1 Päckchen Backpulver
  • 2 Päckchen Vanillenzucker
  • 2 EL Stärke

Sirup: 1 Lt. Wasser, 1 kg. Zucker und Saft einer halben Zitrone.

  1. Zucker und Wasser auf mittlerer Hitze aufkochen. Nach dem Blubbern bis 300 zählen und den Zitronensaft in den Topf geben, sofort vom Feuer nehmen. Gut abkühlen lassen.
  2. Butter, Eier, Griess, Stärke und Mehl zusammenbringen und zu einem weichen jedoch nicht mehr klebrigen Teig verarbeiten. Am besten fangt ihr erst mal mit 450 gr. Mehl an und fügt immer mehr Mehl hinzu bis der Teig nicht mehr an den Händen klebt und sich leicht formen lässt.
  3. Walnussgroße Bällchen formen, leicht andrücken und mit Eigelb bepinseln. Jedes Bällchen bekommt dann eine ganze Haselnuss daraufgesetzt. Im vorgeheitzen Backofen bei 180° C goldbraun backen.
  4. Wenn die Kekse aus der Ofen kommen, gleich den Sirup darauf geben, dass es zischelt. Das ist ein wichtiger Punkt, also der Sirup muss kalt sein, die Kekse ofenheiss.
  5. Nach 5 Min. kann man die Kekse von unten mit einem Zahnstochern 3-4 mal anpicksen, damit sie den Sirup besser aufsaugen.

kandierte Maronen

23.10.2006

271545990_61e7e844c1_o.jpg Das Event-Thema für diesen Monat ist “Kastanien”.

Es gibt zwei bestimmte Süssigkeiten in der Türkei, die quasi einen Kultstatus erreicht haben. Pişmaniye (eine Art Zuckerhalva, ähnlich wie konzentrierte Zuckerwatte) aus Izmit und Kestane Sekeri (kandierte Maronen) aus Bursa. Beide werden selten ausserhalb produziert bzw. verkauft. Man kann sie zwar auch woanders in der Türkei und im Ausland finden, aber die Qualität lässt wirklich zu wünschen übrig. Pişmaniye kann man leider nicht nachmachen aber für Kestane Sekeri gibt es eine Lösung:

kandierte Maronen

m2.jpgKandierte Maronen sind in der Türkei eine hoch geschätzte Delikatesse. Die Kastanienzeit ist kurz und die Machart bzw. die Produktion ist extrem mühselig. Sie werden überwiegend von einer bestimmten Firma hergestellt, die mit diesen Maronen einen Namen gemacht und lange Zeit ihre Monopolstellung auf dem Markt gewahrt hatte. Daher sind die Maronen auch ein wenig teuer und nicht überall und zu jeder Zeit zu finden. Man kann sie pur, wie auf dem Bild, mit Bitterschokolade überzogen oder mit Rumaroma kaufen. Ich bin sehr unschlüssig, ob diese Quasi-Kult-Süssigkeit dem europäischen Geschmack zusagt, aber vielleicht mag der eine oder andere es einmal probieren. Sie sind natürlich sehr süß, weil sie in Sirup eingekocht werden und auch etwas klebrig. Dennoch schmecken sie mir so gut, dass ich versuche sie jedes Jahr zumindest einmal zu kochen.
Zu Hause machen wir ebenfalls kandierte Maronen, allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. Erstens: Es stehen sehr frische und große Maronen zur Verfügung (noch besser ist es, wenn man sie morgens früh sammelt und am gleichen Tag einkocht). Zweitens: Man hat genug Geduld, um alle Maronen einzeln zu schälen.

  • 1 kg. Maronen
  • 1,5 kg. Zucker
  • etwa 850 ml. Wasser
  • einen sehr dünnen Stoff und Fadenmv.jpg
  1. Die Maronen ca. 15 min. im lauwarmen Wasser einweichen lassen. Den Topf auf das Feuer setzen und aufkochen. Nach etwa 3 min. ein Marone herausnehmen und kontrollieren ob sich die innere Haut leicht lösen lässt. Die Maronen höchstens 5 min. aufkochen lassen. Das heisse Wasser abgießen. Alle Maronen vorsichtig von den Außen- und Innenschalen befreien. Dabei immer aufpassen, die Maronen nicht zu zerbröseln. Sie sollen möglichst als Ganze bleiben.
  2. Den Stoff in kleine Quadrate schneiden. In jedem Quadrat drei Maronen platzieren und das Päckchen zubinden. So zerbröseln die Maronen beim Kochen nicht.
  3. Zucker und Wasser in einen breiten Topf geben und erhitzen. Kurz vor dem Aufkochen die Säckchen in den Topf geben, aufkochen lassen und die Hitze auf ein Minimum reduzieren. Das Ganze 2 Stunden köcheln lassen.
  4. Den Topf mit dem Inhalt vollständig abkühlen lassen (am besten über Nacht).
    Die Säckchen aufschneiden. Die Maronen auf ein Blech legen und mit etwas Sirup begießen.

Guten Appetit…

himbeerpudding

08.08.2006

Auf der türkischen Seite hatte eine Leserin kommentiert, dass sie diesen Kakaopudding jeweils mit Aprikosen, Bananen und Nescafe gemacht hat. Dementsprechend haben wir das Gleiche mit Himbeeren probiert. Das Ergebnis war aus meiner Sicht farblich und geschmacklich ein Hit. Nächstes Mal würde ich jedoch -nur aus Neugier- das Reismehl durch Stärke ersetzen, um eine geschmeidigere Konsistenz zu erhalten. Ich habe Himbeeren aus der Tiefkühltruhe verwendet, da mir die Frischen bei diesen Preisen einfach zu schade sind für solch eine Verwendung.
himpud6.jpg

  • 350 ml. Milch
  • 2 EL Reismehl
  • 2 EL Speisestärke
  • 200 gr. Himbeeren aus der Tiefkühltruhe
  • 3 EL Zucker
  • ein Päckchen Vanillinzucker
  1. Speisestärke und Reismehl mit 4 EL kalter Milch mischen, Himbeeren mit dem Zucker pürieren und in die restliche Milch geben. Himbeermilch erhitzen und die Stärkemischung unter Rühren einfließen lassen. 1-3 Min. kochen lassen bis die Mischung eindickt, dabei ständig rühren.
  2. Mit dem Mixer aufschlagen bis die Creme abkühlt. Auf die Schalen verteilen und gänzlich abkühlen lassen.

krem sokola.jpg

Diesen Pudding, den wir zu Hause Krem Şokola nennen , hatte meine Tante immer für Kindergeburtstage zubereitet. Ich weiss nicht mehr, ob es damals noch keine fertigen Puddingpulver gab oder ob es nur eine Angewohnheit war, dass man Puddings und andere Milchdesserts nur nach dieser Art und Weise, nämlich mit Stärke, Mehl oder Reismehl zubereitet hat.
In dem Zeitalter von Instantpuddings, mag man diese Art von (Haus)Rezepten heute wohl eher als überflüssig betrachten. Dennoch koche ich ihn ab und an mal sehr gerne. Ich habe ihn zwar Pudding genannt, es ist aber eher eine Art leichte Creme, die ohne Eier und Fett zubereitet wird.

  • 500 ml. Milch
  • 2 EL Speisestärke
  • 2 EL Reismehl
  • 2 EL Kakao
  • 2-4 EL Zucker
  • Kokosraspeln oder gemahlene Pistazie zum Bestreuen
  1. Speisestärke, Reismehl, Kakao mit der kalten Milch mischen und unter ständigem Rühren zum Kochen bringen. Kurz vor dem Aufkochen den Zucker hinzufügen. Vom Herd nehmen, sobald es anfängt zu blubbern.
  2. Mit Mixer aufschlagen bis die Creme abkühlt. Auf die Schalen verteilen und gänzlich abkühlen lassen. Mit Kokosraspeln oder gemahlener Pistazie bestreuen.