gegrilltes hähnchen blumenkohl

In meiner absoluten Lieblingskochzeitschrift delicious. stand in der Oktoberausgabe ein sehr einfaches Hähnchenrezept. Es hat augenblicklich meine Aufmerksamkeit erweckt, weil ich die Kichererbsen-Petersilien-Kombination sehr liebe. Nur den nicht ganz so geliebten Blumenkohl kann ich durch Brokkoli ersetzen, dachte ich mir zuerst. Gut, dass ich es nicht gemacht habe. Nach dem Rezept zubereitet bleibt der Blumenkohl nämlich schön bissig und schmeckt auch sehr gut.

Für 2-3 Portionen:

  • Ein Blumenkohl
  • etwa 300 gr. Hähnchenbrust
  • 300 gr. gekochte Kichererbsen
  • 2 EL Petersilie
  • eine halbe rote Zwiebel, in feine Ringe geschnitten
  • Olivenöl
  • Zitronensaft
  • Salz und Pfeffer
  1. Blumenkohl in kleine Röschen teilen und im kochenden Wasser ca. 1-2 min. kochen.
  2. Kichererben, Zwiebel und Petersilie mit Olivenöl und Zitronensaft mischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
  3. Die Hähnchenbrust waagerecht in dünne Schichten schneiden. Mit Salz, Pfeffer und Olivenöl mischen. Hähnchen und Blumenkohl von beiden Seiten grillen.
  4. Blumenkohl mit Kichererbsen mischen.
  5. Auf  Teller anrichten.

Neulich in meinem chinesischen Lieblingsgeschäft habe ich ein Bund Gras(?) entdeckt. Es sah wirklich so aus. Als ich es in der Hand hielt, bekam ich einen sehr intensiven Knoblauchgeruch. Da ist es mir gedämmert: Von diesem Kraut hatte ich schon in Tijen’s Buch gelesen. Es war nämlich chinesischer Schnittlauch und in der türkischen Ägäis ein sehr beliebtes Kraut, das man in Brot, als Börekfüllung oder mit Nudeln verwendet. Zu Hause habe ich den ganzen Bund gewaschen, in 2 cm lange Stücke geschnitten und in der Pfanne mit 1 EL Olivenöl leicht angebraten. 3/4 der Masse habe ich in den Gefrierschrank gelegt, weil ich sie noch später als Börekfüllung brauche. Den Rest habe ich mit kleingeschnittenen Oliven, Kapern und 1 TL Zitronensaft gemischt, etwas erhitzt und mit bissfest gekochten Vollkornspaghetti gemischt. Mit etwas geriebenen Parmesan war es soweit!

P.S: In ca. 12 Tagen fängt Ramadan an. So haben viele türkische Geschäfte angefangen Güllac-Blätter zu verkaufen. Für diejenigen die Güllac ausprobieren wollen, ist es die Gelegenheit.

Ich habe unser Standartrezept des Hauses für “Köfte”, was etwa der deutschen Frikadelle gleicht, für vegetarische Bratlinge angepasst. Den Anstoß fand ich wieder in Epicurious, wobei dort die Bratlinge etwas anders vorbereitet und abgeschmeckt sind.

Bei dieser Gelegenheit eine kleine Bulgurkunde: Es gibt 3 Größen von Bulgurkörner. Bei Bratlinge oder Salate benutzt man in der türkischen Küche meistens Fine Bulgur (Köftelik Bulgur) oder Extra Fine Bulgur (Cigköftelik Bulgur) weil sie relativ kleinkörnig und nach einer kurzen Quellzeit von ca. 15 min. fertig sind. Grobkörniger Bulgur dagegen (auf der Packung steht meistens “pilavlik bulgur – coarse bulgur”) eignet sich eher für solche Beilagen, da er vorher geköchelt werden muss. In den türkischen Läden findet man unterschiedliche Bulgursorten mit guter Qualität zu günstigen Preisen (ich nehme meistens diese Marke und war bis jetzt mit allen Produkten zufrieden. Von jeder Größe gibt es helle und dunkle Sorten.)

Für 16 Stück:

  • 400 gr vorgekochte weisse Bohnen
  • 100 gr fine oder extra fine Bulgur
  • 1 Ei
  • 1 Zwiebel
  • 1 TL Pfeffer, 1 TL gemahlenen Kreuzkümmel, 1 TL Salz und 1/2 TL Natron
  • kleingehackte Petersilie
  • Optional: Ich hatte eine fein geraspelte Möhre und ca. 50 weichgekochte gelbe Linsen im Kühlschrank. Sie haben ebenso ihren Weg in die Bratlingmasse gefunden.

1. 100 gr Bulgur macht etwa eine halbe Tasse. Also eine halbe Tasse Bulgur in einer halben Tasse Wasser ca. 15 min. quellen lassen. Das Wasser muss kochend heiss sein. Währenddessen Bohnen grob zerdrücken und Zwiebel sehr fein raspeln, nahezu pürieren. Wenn man eine feinere Konsistenz wünscht, kann man die Masse durch eine Küchenmaschine ziehen.

2. Alles gründlich mischen und für 4 Std. in den Kühlschrank geben. Dieser Schritt ist wichtig, weil sich dabei die Masse zieht und später sehr leicht formen lässt.

Die abgekühlte Masse, die nun geformt werden kann sieht etwa so aus
Wenn sie zu trocken ist, kann man mit 1 EL Wasser nachhelfen.

3. Eine beschichtete Pfanne mit 1 TL Olivenöl erhitzen und die Bratlinge von beiden Seiten jeweils 5-6 min. auf mittlerer Hitze braten. Kurz bevor sie umgedreht werden, werden sie nochmals mit Öl bepinselt.

Meine frühere Bratlingsversuche waren eher trocken, zerbröselig oder zu fest. Daher mochte ich sie nicht so gerne essen. Dieses mal sind sie innendrin locker geblieben und als sie noch heiss waren nur minimal bröselig. Nach kurzem Abkühlen wurden sie etwas fester.

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Vor ca. zwei Wochen habe ich im Fernsehen Antonio Carluccio gesehen. In einem sonnigen Dorf mitten in Ligurien hat er seine italienische Gerichte gekocht, die er großzügig mit Olivenöl begossen und mit Sommerkräutern angereichert hat. Ich fand es sehr niedlich wie lieb er über das italienische Essen berichtet hat.

An jenem Programm hat mich insbesondere das Kartoffelgericht angesprochen, das Carluccio zum Kaninchen servieren wollte. Ich wollte aber keine Beilage, sondern ein Hauptgericht. Daher habe ich zusätzlich vorgekochtes Hähnchenfleisch und marinierte Artischockenherzen dazu gegeben. Es wäre jedoch besser, wenn auch die Kartoffeln vorgekocht wären, da insgesamt die Garzeit etwas zu lange gedauert hat und das Fleisch leicht trocknete. Ausser diese kleine Panne aber war alles in Ordnung.

  • 500 gr. Kartoffeln (vorzugsweise vorgekocht)
  • 2 dicke Zweige Rosmarin
  • 1 Zwiebel in Ringe geschnitten
  • 15-20 Kalamata Oliven
  • Salz, Pfeffer und Chiliflocken
  • 5 TL Olivenöl
  • Optional: Vorgekochtes Hähnchenfleisch und marinierte Artischockenherzen
  1. Kartoffeln in dicke Scheiben schneiden. Mit Zwiebeln und Oliven (evtl. Hähnchen und Artischocken) vermengen. Auf ein Backblech geben und die Rosmarinzweige darauf setzen. Reichlich mit Olivenöl begiessen.
  2. Bei 200° C ca. 20-25 Min. backen. Falls das Hähnchen zu trocknen beginnt, das Blech mit Alufolie zudecken und weitergaren.

Magarina Bulli

18.11.2007

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Nun eine Spezialität aus Nordzypern: Magarina Bulli bzw. Nudeln mit Hähnchen. Ein ganz einfaches aber sehr leckeres Nudelrezept mit gekochtem Hähnchenfleisch und Halloumi.

  • 250 gr. Hähnchenbrust
  • 1 Bund Suppengrün (oder ein kleines Stück Sellerie, eine Zwiebel, eine Karotte, 2-3 Zweige Petersilie, Lorbeerblätter, Pfefferkörner, usw.)
  • 250 gr.Schmetterlingsnudeln
  • 125 gr. Halloumi
  • 1 TL getrocknete Minze
  1. Halloumi raspeln und mit Minze mischen.
  2. Hänchenbrust und Suppengrün in ausreichend Wasser kochen, bis das Fleisch gar ist. Das Fleisch und das Gemüse aus dem Topf entfernen, das Wasser nochmals zum Kochen bringen und darin die Nudeln bissfest kochen. Die Nudeln mit einer Schöpfkelle herausnehmen und in einer Tiefenschüssel mit dem Halloumi mischen.
  3. Das Fleisch klein zupfen und den Teller damit belegen. Die Nudeln darauf geben. Sofort servieren.